Peritonealdialyse

Peritonealdialyse

Allgemeine Informationen

Bei der Peritonealdialyse (=Bauchfelldialyse) wird über einen Katheter eine Spüllösung in die Bauchhöhle eingebracht. Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit können so effektiv entfernt werden. Die Peritonealdialyse kann durch regelmässige Wechsel der Dialyselösung tagsüber oder nachts mit Hilfe einer Maschine durchgeführt werden. Nach einer gründlichen Schulung führen Patienten diese Behandlung selbständig zu Hause durch und stellen sich alle 4 Wochen zu einer Kontrolle bei uns vor. Der Dialysekatheter wird ca. 2-3 Wochen vor einem geplanten Dialysebeginn durch die Kollegen der Chirurgie im Rahmen einer kleinen Operation in Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) eingelegt.
Prinzipiell ist die Peritonealdialyse bei den meisten Patienten möglich. Sie erfordert ein hohes Mass an Selbständigkeit sowie Zuverlässigkeit und hat einige Vorteile:

  • Eine zuverlässige Dialyse ist bei schlechten Gefässverhältnissen möglich.
  • Grössere Unabhängigkeit und zeitliche Flexibilität im Vergleich zur Hämodialyse.
  • Mit der nächtlichen maschinellen Peritonealdialyse ist ein Arbeiten tagsüber möglich.
  • Besuche im Spital und beim Arzt sind weniger häufig als bei der Hämodialyse.
  • Die Peritonealdialyse kann bei einer schweren Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) in Kooperation mit dem betreuenden Kardiologen eine wertvolle Therapieoption sein. 

Wir beraten und unterstützen unsere Patienten in der Entscheidung für ein Nierenersatzverfahren.

Ferien inkl. Auslandsaufenthalte sind grundsätzlich bei allen Patienten mit einem Nierenersatzverfahren möglich. Peritonealdialyselösungen werden von der Firma (fast) überall ausgeliefert.
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Peritonealdialyse am Spital Lachen 

Das Team der Nephrologie hat eine grosse Erfahrung im Umgang mit der Peritonealdialyse. Wir betreuen derzeit ca. 10 Peritonealdialysepatienten.
Über das Gebiet der Nephrologie hinausgehende Erkrankungen werden unter anderem mit Spezialisten für Endokrinologie (Hormonerkrankungen), Gastroenterologie (Magen-Darm-Leber-Erkrankungen), Infektiologie (Infektionserkrankungen), Neurologie (Nervenerkrankungen), Onkologie (Tumorerkrankungen) und Rheumaerkrankungen (Erkrankungen des Bewegungsapparates) besprochen. Es besteht zudem eine intensive hausinterne Zusammenarbeit mit der Diabetes-, Ernährungs- und Sozialberatung sowie mit der Physiotherapie.
Jeder Peritonealdialysepatient wird in Bezug auf eine mögliche Nierentransplantation beurteilt. Sollte diese in Frage kommen, werden die Abklärung sowie die Anmeldung für das zuständige Transplantationszentrum (Zürich, St. Gallen) rasch durchgeführt.